das sein ist ungeworden und unzerstörbar


Ich beobachte, wie meine während der letzten Woche hochgepäppelte Seelenstille langsam wieder einer diffusen Unruhe und Kopflosigkeit weicht. Ich schreibe das vorrangig meiner unvorsichtigen Rückkehr ins Internet zu. Weitere Symptome sind: Verwirrung gepaart mit Müdigkeit und Trägheit, z.B. zu kochen, was ich wirklich liebe, und in Ruhe zu essen. Um mich herum verflüchtigen sich die Stunden, das richtige Leben, die Muße und Eingebung… Keine Sorge, der Virus hat sich erst gestern Abend zu regen begonnen, ich ziehe die Bremse.

Es ist so unwahrscheinlich viel geschehen in mir und um mich herum. Die Versuchung ist groß, all das in Worte zu fassen, zu vermitteln, aber an meinen Schwierigkeiten, Worte zu finden, merke ich, dass ich noch Rast und Stille benötige. Das Neue ist noch ein wenig zu neu, zu zart, zu wackelig auf seinen Beinen. Es hat noch keinen Namen und ist auch viel zu jung dafür.

Deshalb gehe ich gleich nachher noch in die Sonne und lasse es von Himmel und Erde großziehen, statt es hier in die Welt der Worte zu zerren.

*~*~*

Zuvor noch ein paar Worte an Ray und Kvinna: ich mache mir keine Sorgen mehr. :) Es ist ein Zeitpunkt gekommen, wo ich des Zauderns überdrüssig geworden bin. Ich hätte das auch schon früher haben können, aber manchmal ist Angst schwer abzulegen, weil man denkt, sie hätte Recht. A propos Angst: warum hat sie dich getrieben, mit der Schule aufzuhören, liebe Kvinna?

*~*~*

Und noch was: ich habe im letzten Beitrag Yoga-Zwischenberichte versprochen. Sie sind jetzt online, im Abschnitt „Lotus“ unter Journey of Yoga.

*~*~*

Zitat im Titel: Das Sein ist ungeworden und unzerstörbar, es war nie und wird nicht sein, denn es ist im Jetzt als Ganzes und Unteilbares. Parmenides

3 Antworten zu “das sein ist ungeworden und unzerstörbar

  1. Eine direkte Frage verlangt nach einer direkten Antwort. Vorneweg: ich bereue es nicht, die Schule abgebrochen zu haben. Angst hatte ich ganz entsetzliche vor der Prüfung, so lächerlich das klingt. Gut, andere haben auch Angst und machen Abitur. Mir wurde aber von frühester Jugend an eingetrichtert, dass ich das ja sowieso nicht schaffen werde. Das ist ein altes Erziehungsprinzip aus dem 19. Jahrhundert: „Zeig‘ dem Kind, wie schlecht es ist, dann wird es sich anstrengen und bessern!“, das leider von viel zu vielen Menschen bis heute geglaubt wird. Mich haben Aussagen, die auf diese Weise meinen Ehrgeiz anspornen sollten, aber nur klein und immer kleiner gemacht. So klein, dass sie sogar die Noten auf meinen Zeugnissen zu einer Lüge machten. Aber ich habe das hinter mir gelassen.

  2. oh wie ich das kenne
    das hat mir auch allen anreiz zum lernen genommen
    immer wieder fühle ich mich wie eine hochstaplerin
    lob weise ich meist zurück
    ja es gibt phasen da kann ich damit umgehen
    und dann erwischt es mich wieder hinterrücks mit voller wucht…
    lg birgit

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