jetzt bin ich tot aber doch so lebendig


 

Lily est morte, vive Lily!

Ich bin, wie angekündigt, durch die Maschen des „sozialen Netzwerks“ geschlüpft und um einige Erfahrungen reicher.

Wisst ihr, was mich am meisten überrascht hat? Die positiven Reaktionen. Ich dachte wirklich, die werden mich dort als paranoide Spinnerin abtun. Haben auch einige, aber viel weniger als erwartet.

Am Lustigsten war ja, dass ich auf meine „Selbstmordankündigung“ auf Facebook viele Antworten von sogenannten „Freunden“ bekommen habe, mit denen ich seit der gegenseitigen online-Freundschaftszusage kein einziges getipptes Wort gewechselt habe. Und der Austausch, der sich entwickelt hat, überrasscht und beglückt mich.

Meine Begründung, dass ich gehe, weil sich die angebliche Sozialisierung auf Facebook (und verwandten Seiten) einfach als reine Bauchnabelschau entpuppt und ich daher eigentlich keinen wirklichen Sinn mehr dahinter entdecken kann, hat wohl einige Menschen in meiner WWW-Umgebung dazu veranlasst, aufzumachen und von sich zu erzählen. Ich habe e-mails bekommen von Menschen die mir über Freundschaft, Nähe und das Leben erzählt haben. Plötzlich war da viel ehrlicher Austausch, in den verschiedene Menschen ihre Zeit und ihre Gedanken investiert haben.

Außerdem bin ich infolge dieser Ereignisse auf die Mailinglist einer tollen angehenden französischen Schriftstellerin gesetzt worden,

hab zwei (!) fixe Schüler ab nächstem Frühjahr

und treffe mich bald mit einem alten Schulfreund (dem ich mich erst nach diesem Wortabtausch als Gleichgesinnte entpuppt habe).

Ich werde in Zukunft sicherlich noch öfter sterben um anders wieder aufzuerstehen. Die Zeit eignet sich wunderbar, meine Jahreskarte ist der Tod. :)

~*~

P.S. an alle, die sich vom Schnee auf meiner Seite belästigt fühlen. Ich weiß nicht wie er hierher kommt und wie ich ihn wieder wegkriege. Aber falls er euch ablenkt, sagt Bescheid. Dann finde ich sicherlich einen Weg, hier Wettergöttin zu spielen.

5 Antworten zu “jetzt bin ich tot aber doch so lebendig

  1. Liebe Lily, der Schnee passt doch zur Jahreszeit… schön ist das.
    So, dann bist Du jetzt also gestorben um neu aufzuerstehen.

    Das Thema hat was Provozierendes und das mag ich…
    LG Rainer

  2. Ich denke, wir sterben viele Male in unserem Leben und die Auferstehung immer auf’s Neue ist uns gewiss! Sich selbst jederzeit neu erfinden zu können ist nicht die schlechteste Eigenschaft! In diesem Sinne ein segensreiches 2009!

  3. Sagte ich schon, dass ich als Arachnidenfreundin es ganz wunderbar finde, ACHT Beine zu haben? Und dann auch noch einen Rüssel – quasi eine Hommage an Grejazi!! (Der Elefanten mag!)

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