hanuman


hanumanHanuman entwickelt übermenschliche Kräfte und springt voller Hingabe und grenzenloser Liebe über den Ozean, um seinem Herrn Rama zu helfen.

Es ist an der Zeit, es ihm gleich zu tun. Ich bin vor kurzem von einer beängstigenden Klippe ins Nichts gesprungen.

Die Reichweite unseres Wortschatzes zeigt, bis wohin wir denken können. Ich befinde mich zur Zeit jenseits dieser Grenzen, jenseits von allem, was ich kenne, jenseits meines Fassungsvermögens und damit auch meiner Worte. Ich kann euch nicht mehr mitnehmen.

Deshalb verabschiede ich mich vorerst von euch.

Die Krise, die Bedrängnis, die Angst und Panik leiten mich, schubsen mich von der Kante – sie sind Freunde, die meiner Sehnsucht nach dem, was überdauert, den Weg weisen. Mein Ego muss sterben und das tut weh.

Ich möchte mich nicht aus der Welt zurückziehen, im Gegenteil. Ich suche nach einem Weg, „zwischen Himmel und Erde“ zu leben – ganz im Hier und Jetzt, inmitten der Menschen, aber fest verankert im Ursprung allen Wandels. Der einzige Weg, den Schmerz und die Angst, die ich gerade verspüre, zu begreifen, zu integrieren und zu verwandeln, ist der: meine Gedanken, Taten, Worte, Emotionen und Gefühle zu bündeln und ganz auf das Wesentliche auszurichten.

Ich habe die letzten 24 Jahre mit Ängsten und Zweifeln zugebracht, deren zerstörerische Kraft ich erst jetzt in ihrem ganzen Ausmaß begreife. Wenn ich weiter leben möchte – wenn ich überhaupt beginnen möchte, richtig zu leben – dann gibt es keinen anderen Weg, als den, den ich jetzt gehen muss.

Ich wünsche euch allen, die hier mitgelesen haben, alles Gute.

Vorerst.

7 Antworten zu “hanuman

  1. Wo willst du denn hin? Das war eine rhetorische Frage … Gutes Ankommen bei dir selbst weiterhin und vielleicht bis irgendwann mal wieder, alles Liebe, Sati

  2. Ihr Lieben,

    vielen Dank. Es ist sicherlich kein Abschied für immer. Dazu schreibe ich zu gerne. Aber ich benötige dazu einen Tellerrand, dessen Inhalt ich in Worte fassen kann :) Jetzt gerade ist keiner in Sicht und das dürfte wohl auch eine Weile so bleiben.

    Alles Gute euch allen,
    Lily

  3. Liebe Lily,

    ich werde Dich vermissen. Ängste können wirklich schrecklich sein und auch ich bin ein wenig älter als Du, durch eine lange Phase der Angst gegangen.
    Rückblickend kann ich sagen, dass ich mir nicht sicher war, dass diese Zeit der Angst enden würde, je enden könnte. Letztlich hat die Auseinandersetzung mit dem Tod, das Loslassen von dem, was mir wichtig war und das Stoppen der Gedanken eine innere Festigkeit gegeben, die mich Angst zwar noch erleben lässt… aber Angst kann meinen Alltag nicht regieren.
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du diese innere Festigkeit findest, dass die Ängste kommen und gehen und niemals mehr mehr für Dich sind, als die Ansprüche anderer Menschen….

  4. Liebe Alle,

    ich bekomme langsam wieder in den Bereich des wörtlich Fassbaren – aber es dauert wohl noch ein Weilchen … danke nochmals für die Wünsche, auch für die liebe Post.

    Lily

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