divinity in motion


Vielleicht bin ich sieben oder acht, ich stehe im Wohnzimmer – höchstwahrscheinlich wabere ich gerade zu irgendeiner Schallplattenaufnahme durch den Raum – und höre meinen Vater zur Haustür hereinkommen, gemeinsam mit dem vielversprechenden Knistern einer großen Einkaufstasche.

Mein Vater tritt in den Türrahmen und überreicht mir zwei CDs – „Sowas hab ich noch nie gehört„, meint er. Ich bin verwirrt – das was da aus den Lautsprechern kommt, soll die Stimme eines Mannes sein? Ich setze mich erst mal auf den Teppich und versinke im neuen Klanguniversum.

Ein Jahr später – selbes Wohnzimmer, selber Teppich, selbe CDs- ich tanze immer noch. Diese Musik begleitet mich in einer Zeit, in der ich noch davon träume, einmal Tänzerin zu werden.

Das alles hatte ich eigentlich schon lang vergessen, bis zu diesem Vormittag. Und dann musste ich schmunzeln, weil ich heute eine von Millionen bin, die sich an jene Augenblicke zurückerinnern, in denen seine Musik, sein Tanz, sie zum ersten Mal ins Staunen versetzten.

Thank you for the music.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s