Zwei Wege aus der Müdigkeit


Eines meiner drei Vorhaben für 2010 ist, die Erschöpfung abzuschütteln, die mich schon seit Jahren begleitet.

Mir Jahresthemen vorzunehmen, funktioniert immer sehr gut. Ich habe den Eindruck, dass mich das Leben bis ca. Mitte des Jahres mit den richtigen Menschen/Orten/Büchern bekannt macht, und ich dann in der zweiten Jahreshälfte mit der Umsetzung beginnen kann.

Zwei Helfer sind mir bis jetzt schon begegnet:

  • seit Dezember 2009 besuche ich einen Geld-Coach, dessen Hilfe ich mir für den Einstieg in die Selbstständigen-Laufbahn geholt habe. Dabei geht es nicht um Finanz-Coaching, sondern ausschließlich um die Veränderung der persönlichen Einstellung zum Geld.Noch wichtiger als die rechtlichen/finanziellen Dinge (die mich zugegebenermaßen einschüchtern) war mir, das Geld als das sehen zu lernen, was es ist (ein Spiegel) und zu fühlen, dass ich mich mit Leichtigkeit und Freude selbst ernähren kann. Ich wollte alle behindernden Ideen und Vorstellungen rund ums Geld zu bereinigen, bevor ich mich selbständig mache.

    Ausblick auf dem Weg zum Coach

  • Und weil Geld ein Spiegel vieler Wertvorstellungen und Selbstkonzepte ist, sprechen wir eigentlich kaum übers Geld selbst. Schon nach der ersten Sitzung im Dezember konnte ich wesentlich gelassener an potentielle Schüler denken – ich habe recht schnell das Vertrauen entwickelt, dass genau die kommen, die kommen sollen.Es tut mir sehr gut, mich nicht an jeden Interessenten klammern zu müssen, weil ich selbst an meinen Erfolg nicht glaube. Es ist auch schön, wenn ich Schüler loslassen kann; niemanden aus Angst oder Unvertrauen an mich binden muss.Schwieriger wirds mit der „Außenwelt“.

    Letzte Woche gingen wir meinem Gefühl der Bedrängnis auf den Grund. Im Grunde erlebe ich die „äußere Welt“ häufig als Urwald der Paragraphen und Stolpersteine.

    Der Vorteil an dieser Weltsicht: ich muss keine Verantwortung übernehmen. Denn das „System“ möchte und wird mich sowieso klein kriegen. Wenn ich einen Fehler mache, dann liegt das nicht an mir. Das „System“ ist so ausgelegt, dass es mich in die Falle lockt.

    Und genau das macht mich so müde, so antriebslos. Ich hatte ja schon länger den Verdacht, dass meine manchmal grenzenlose Erschöpfung damit zusammen hängt, dass ich in die falschen Lebensbereiche investiere. Ich habe gespürt, dass ich mich aufraffen und mehr dieser äußeren Welt konfrontieren sollte.

    Klingt für viele bestimmt seltsam, aber bei mir war der Gedanke, z.B. ein Amt zu betreten, lange mit großer Angst verbunden – an irgendeiner übersehenen Frist, an irgendetwas Kleingedrucktem aufgehängt zu werden (aus genau diesem Grund hab ich kein einziges Kafka-Werk zu Ende geschafft).

    Jetzt bin ich dabei, ein Gegensystem zu entwerfen und immer mehr Zeit dort zu verbringen. Dort wo es Zeit und Raum gibt für Fragen; wo es ansprechbare Menschen gibt; wo Leute sind, die von Paragraphen und Regeln begeistert sind und sie mir gerne erklären… :)

    Wenn ich mich in dieser Weltansicht aufhalte, spüre ich gleichzeitig auch, dass ich aufgerufen bin, mich zu geben und zu handeln – etwas, das mir immer auch ein bisschen Angst gemacht hat. Das Thema der Verantwortung ist übrigens verbunden mit dem Halszentrum, das besonders in meiner Kindheit und Jugend ziemlich anfällig war.

    Ich sah meinen Auftrag als riesiges Licht; etwas, das ich verteilen sollte  – es hat mir fast den Boden unter den Füßen weggerissen (im Guten). Und dieser Anblick von Etwas, „das es zu tun gibt“, hat mich zum ersten Mal nicht müde gemacht.

  • Die zweite interessante Hilfe kam in Form eines Buches über die Organuhr und Mudras:

Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit Mudras (bes. den Büchern von da Silva) und schätze sie als Hausapotheke, die meine Stimmung, meinen Antrieb, und viele körperliche Symptome äußerst positiv beeinflusst.

Eine Mudrakombination half mir zum Beispiel bei einer wirklich grausligen Niereninfektion zuerst psychisch, und dann körperlich wieder zu gesunden. Eine EntgiftungsMudra hat aus einer Schilddrüsen-OP vor einigen Jahren einen Krankenhausaufenthalt mit Tempelurlaubs-Charakter gemacht. Ich war ZEN und verließ die weißen Götter als neuer Mensch.

Was mir an diesem Buch hier besonders gefällt, ist der sehr praktische Ansatz: welche Energien sind zu welcher Stunde aktiv; welche Qualitäten besitzen sie? Dieses Wissen und viele weitere Informationen sind der chinesischen Medizin entnommen.

Weil jede Krankheit oder Beschwerde mit einer Verschiebung der Organuhr zu tun hat (nicht nur Jetlag oder Schlafprobleme), bietet da Silva einige sehr konkrete Möglichkeiten, sich selbst zu helfen.

Zum Beispiel kann man einfach auf die Uhr schauen und die Mudrakombination der Stunde halten (es gibt 24 solcher „Mudra-Wege“).

Ich habe die ganze letzte Woche ca. 3x täglich Mudra-Wege praktiziert, z.B. nach dem Yoga, beim Gehen, in Bus/Bim, beim Lesen/Lernen, vor dem Schlafengehen etc.

Merke bereits jetzt sehr angenehme Veränderungen. Die Mudras scheinen mich über Energietäler am Vormittag und Nachmittag zu heben. Ich wache leichter auf. Ich habe wesentlich mehr Energie für die Arbeit, oder das gar greuliche Putzen – es macht sogar Spaß!

Die Mudras unterstützen also meinen Wunsch, mehr Verantwortung zu übernehmen und aktiver in meine Umwelt einzugreifen, auf physiologischer Ebene. Es entsteht ein schöner Kreislauf aus geistiger Ausrichtung und Umsetzung im Körper.

Scheint also, dass auch 2010 alle Wünsche in Erfüllung gehen!

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