Trotzdem unzertrennlich


Diese Geschichte mit der Shiva & Shakti – Statuette aus dem letzten Post hat sich zu einem interessanten Barometer meiner Harmonie entwickelt.

Die ersten Male hat mich diese Verbindung mit dem Symbol ja eher hinterruecks ueberfallen. Dann habe ich begonnen, mir taeglich Zeit zu nehmen, um das Bild der Verbindung des Weiblich-Maennlichen in mir zu betrachten.

Vielleicht 10 Tage lang gab mir dieses Bild eine enorme Kraft, die mich durch den ganzen Tag schob. Aus der Verbindung und absoluten Gleichgestelltheit dieser Pole (die dann schon gar keine Gegensaetze mehr waren…) entstand eine belebende, elektrisierende und farbenfrohe Lebenslust.

Innerhalb einer Woche tat mein Herz einen Riesensprung und ich entdeckte ploetzlich die Faehigkeit, Menschen ganz und gar in meinem Inneren aufzunehmen und dort zu lieben, zu halten, und damit mich und sie zu heilen. Ich entdeckte diesen Raum in meinem Brustkorb, in den ich jede x-beliebige Person hineinstellen und umarmen konnte.

Beim Yoga-Unterrichten entdeckte ich die Faehigkeit, den Geist der Gruppe in meinem Herzen und ins Licht zu halten, so dass alles, was da „Von Oben“ zu uns fliessen wollte, es moeglichst einfach hatte. Bei den richtig guten Stunden kann ich mich nicht mehr erinnern an das was gesagt, oder getan wurde, nur dieses sagenhafte Fliessen ist geblieben.

Ich entdeckte meine eigene ‚Harmlosigkeit‘ – ein Gefuehl der Freiheit und voelligen Unschuld, und einen immer wieder aufblitzenden Zustand des No-Mind.

Zur Zeit stehen die Dinge aber etwas anders…

Wenn ich nach innen blicke, sehe ich Shakti verbarrikadiert hinter dicken Mauern. Sie wirft dem unterm Fenster wartenden Shiva schwere Pfannen, Blumentoepfe und sonstige unangenehme Dinge an den Kopf, was den Guten natuerlich nicht vertreibt. Und ich sehe, dass Shakti lieber verrecken und verhungern wuerde, als ihrem Mann auch nur einen Spalt breit die Tuer zu oeffnen.

Obwohl’s natuerlich sehr unangenehm ist, aus der vorhin beschriebenen Harmonie und Leichtigkeit heraus zu fallen (z.B. weil mein Herz ploetzlich dicht gemacht hat und ich auf die Segnungen der Herzensverbindung momentan verzichte),
mache ich in diesem inneren Rosenkrieg ein paar sehr interessante Erfahrungen.

Zum Beispiel, dass ich lieber auf meinem begrenzten Standpunkt beharren will, als gluecklich zu sein.

Denn obwohl ich WEISS, dass die Gleichstellung und Harmonie dieser Pole mich friedlich und satt sein laesst
und obwohl ich WEISS, dass diese beiden Pole absolut gleichwertig sind,
scheint es nichts zu geben, was mich aus meinem trotzigen Widerstand hervorlocken kann (in dem ich lieber ungluecklich bin, dafuer aber richtig toll zornig und unzufrieden sein darf).

Noch etwas Spannendes ist die Erkenntnis, dass ich mein eigenes inneres Maennliches als Bedrohung erlebe. Das hat in meinem Geist ein fuer allemal klar gestellt, dass meine Wahrnehmung der Welt „da draussen“ eine Spiegelung meines Inneren ist.

Enorm erleichternd, wenn ich die Welt getrost die Welt und die Menschen die Menschen sein lassen kann,
und statt dessen wieder meine Innenraeume in Besitz nehme.

Mal sehen, wie sich dieser Rosenkrieg beilegen laesst. Vielleicht wirkt ja das Lesen alter Maerchenbuecher (s. Bild oben).

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