Friede.


Ein überraschender Luxus, eine luxuriöse Überraschung:

ich wohne nicht nur in einer Gegend mit schönen alten Villen und nettem Kino ums Eck und brauche nur 10 Geh-Minuten in die Altstadt,
sondern habe außerdem einen freundlichen Wald quasi als Hinterhof.

Selten habe ich die Heilkraft der Natur so deutlich erleben dürfen wie heute Nachmittag.
Als ich mich auf halber Strecke den Hang hinauf umdrehte, schien die Sonne so unendlich sanft und golden durch den Blätterhimmel auf die Blätterdecke, dass ich auf der Stelle genesen bin.

Erde, Sonne – große Vorbilder:
Wenn ich doch mit dem selben Gleichmut alles tragen, alles bescheinen könnte… Alles nähren, alles umfassen- den bösen Wolf, die unschuldigen Schäfchen!

~*~

Die vergangenen Tage habe ich genutzt, mehrere Bücher in einem Rutsch durchzulesen, darunter Gregg Bradens „Im Einklang mit der göttlichen Matrix“. Eine sehr gelungene Zusammenführung von (Natur-)Wissenschaft und Spiritualität.

Das alles umspannende Gewebe, in dem sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft berühren und das von allen bekannten Weisheitslehren und Mythen der Menschheitsgeschichte beschrieben wird, ist Thema von Bradens Buch. Was sagt die Wissenschaft dazu? Gibt es so etwas? Ja. Hier die Video-Serie zum Buch auf Youtube.

Ich „wusste“ das schon vorher, aber das Lesen hat den Groschen fallen lassen und etwas in mir bis aufs Mark erschüttert.

Die „Einheit“ aller Dinge ist ja eine ungemein nette, herzige Vorstellung – bis einem (also, mir, wie immer) die Radikalität dieser Tatsache dämmert. Denn mit ihr wird die Verantwortung eine hundertprozentige.

Ein bisschen hat es gebraucht, um mich nach der Lektüre dieses Buches wieder aufzufangen. Jede Möglichkeit einer Ausrede schwand. Keine Ausreden mehr. Nie mehr!

Ich träumte tagelang vom Knüpfen und Flechten. Ich war Gewebe und Weberin zugleich, riesengroß, formlos, und irgendwie furchteinflößend. Mein Körper viele Körper, und zugleich mein eigener…

Aber dann, nach dem ersten Schock, den mein kleines identitäts-bedürftiges „Ich“ erlitten hatte, wurde es sehr heilsam und einfach.

Heute nachmittag durfte ich mich für ein paar Stunden wiederfinden: in der Milde der Sonne, im Duft der Erde, in einem sanften Augenpaar, einem lächelnden Kindermund. Die Krankheit fuhr mir mit einem Mal aus den Knochen. Aber der beglückendste Gedanke ist, dass heute Nacht einige Menschen zu Bett gehen werden ohne zu wissen, wen sie heute beschenkt haben.

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