Mein Urlaub ::: Die ersten Fotos, noch unsichtbar


Da wäre zum Beispiel das messerscharfe Foto einer kleinen Krabbe,
die in einer Felsritze am Melonenfetzen jausnet,
den wir ihr gegeben haben.
Es ist der Ausschnitt einer viel größeren Erinnerung, in der weitere Krabbenbegegnungen, ein Streit, eine Versöhnung, ein Sonnenuntergang und ein Salzsee mit Salsa-Zikaden eine Hauptrolle spielen.

Dann das Bild, auf dem ich von hohen Felsen ins wilde Meer springe.
Ich halte mir zur Sicherheit die Nase zu, deshalb kann man nicht sehen, wie ich im freien Fall grade ungläubig meine eigene Tat bestaune. Man hört mich auch nicht schreien und lachen.

Auch hier gibt es einen größeren Erinnerungsausschnitt. Er umfasst einen gefährlichen Abstieg, einen aufgeschlagenen Ellenbogen, 3 Genesungsküsse, einen Sprung aus 6,5 Metern Höhe, viel Adrenalin, noch mehr Schweiß und einen verdorbenen Salat.

Und dann gibt’s noch dieses Foto von einem Mann, der komische Sachen mit einer echt großen Muschel anstellt.
Das bietet sich an, denn die Muschel ist doppelt so lang wie seine Hände, eineinhalb Mal so lang wie sein Fuß, fünfmal so lang wie seine Ohren – usw. usw.

Im Blick des Mannes kann man seine Euphorie darüber erkennen, hier gelandet zu sein. Im Paradies der riesigen Muscheln, der Pilotfische und triefenden Feigen.

Also, ich würde sagen, das war ein gelungener Urlaub.

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