Auf der Matte ::: Irritation


auf der Matte ::: mundgerechte Yoga-Häppchen

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Foto: David Gunter

Was irritiert dich? Woran reibst du, kratzt du, reizt du dich?

Haltung? Mensch? Erinnerung? Konzept? Lied? …

Meine Erfahrung mit einem Bekannten hat mich die Irritation lieben gelehrt.
Je mehr ich die Verärgerung zu vertreiben suche (mit Yoga, natürlich!), desto mehr regt es mich auf.
Fast schon sinnlich.

Und ja: Irritation ist sinnlich, sofern du ihre Eleganz erkennst.
(Zuallererst ist sie ein Aufruf, etwas zu verändern. Folge ihm.)

Und der Irritations-Tanz auf der Matte? Wie könnte der aussehen?

Nun, sicherlich nicht friedlich;
keineswegs ordentlich im herkömmlichen yogischen Sinn.

Irritation hat einen Mittelpunkt.
Von dort breiten sich ihre Wellen aus.

Etwas reibt sich an mir. Ich reibe mich an etwas.
Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren.
Ein einziges großes „Nein“, von jeder Pore buchstabiert.
Ein tiefes „Grrr!“ in meiner Kehle.

Und in diesem „Nein“ und meiner heftigen Gegenwehr kann Öffnung geschehen.

Durchlässig werden.
In das Schwingungsmuster des „Nein“ hineinfallen.
Ein „Nein“ erspüren, das direkt aus dem Körper geboren wird.

Die Gaben der Irritation:

Mein „Nein“ ist sinnlich und schenkt mir Kontur.
Meine Gegenwehr, bewusst erlebt, schenkt Vertrauen: dass ich nicht alles mit mir machen lasse.
Ein gutes Gefühl: wenn ich Kraft benötige, um mein „Nein“ zu verteidigen, werde ich sie auch haben.

Was irritiert dich? Und was ist kostbar daran? Reg dich auf/an/ab … in den Kommentaren.

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