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(Almost) everything about Yoga in Deutsch and English:

Yogic Travel Notes 2009 (English)

A Journey of Yoga – a 20 weeks diary (English)

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bhujangasanaMeine Yogamatte ist mir in den letzten Jahren zu einem Labor geworden, in dem ich in aller Ruhe und Abgeschiedenheit neue Verhaltenweisen und Denkmuster testen und trainieren kann. Ziel des ganzen Manövers ist es, die Grenzen zwischen Yogamatte und übrigem Leben mit der Zeit gänzlich nieder zu reißen.

Yoga bedeutet „Einheit“ oder „Vereinigung“. Die Einheit von Körper, Geist und Seele wird aber nicht nur durch körperliche Übungen erreicht. Es gibt weitere, nicht-phsysische Formen, die als noch wichtiger angesehen werden:

Karma Yoga ist der Weg der Einheit durch Dienen. Es geht um die Fähigkeit, anderen zu geben (was sie wirklich brauchen) und ihnen zu helfen (so wie es für sie am Besten ist), ohne sich dabei durch Erwartung auf Gegenleistung an sie zu binden. In einer Umgebung, in der ‚nichts umsonst ist’, sehe ich Karma Yoga vielleicht als den momentan wichtigsten Pfad des Yoga an. Karma Yoga (aber auch Bhakti Yoga) erwächst von selbst in einem Menschen, der soviel Freude über sein Dasein und Liebe empfindet, dass der nächste natürliche Schritt das Verströmen seines Glücks ist.

Bhakti Yoga ist der Weg der Einheit durch Liebe, Hingabe und Anbetung. Yoga an sich ist keine Religion, das Prinzip von Bhakti Yoga ist aber in allen Religionen bekannt. Es kann allerdings auch von Menschen praktiziert werden, die mit den gängigen Konzepten von Gott Probleme haben. Bhakti Yoga braucht (zumindest in meiner Umgebung) ein wenig Mut, evtl. als weltfremder, hanf-beschuhter Frohlocker belächelt zu werden. :) Hingabe und Anbetung werden schnell als Schafköpfigkeit gedeutet. Bhakti Yoga kann vielleicht als Einstellung betrachtet werden, das eigene Leben und die eigenen Fähigkeiten ganz dem Wohle aller zu widmen. Bhakti Yoga kann auch als Beziehungsarbeit zwischen dem Einzelnen und dem „übergeordneten“ Prinzip (Universum?, Gott?, Allah?, Brahman?, usw…) angesehen werden. Es schult Mut, Vertrauen, Aufrichtigkeit und ein Gefühl von All-Einheit.

Jnana Yoga ist der Weg der Einheit durch Wissen. Der Yogi oder die Yogini begibt sich durch Innenschau und Meditation auf die Suche nach der unvergänglichen „Wahrheit“ des eigenen Seins. Jnana Yoga ist ein Pfad, bei dem auch eigene Glaubenssätze und Meinungen beleuchtet und gelöst werden.