The Heart of Yoga

Heart of YogaDeveloping a personal Practice.

Dt.: Yoga – Tradition und Erfahrung. Die Praxis des Yoga nach dem Yoga Sutra des Patanjali

Von T.K.V. Desikachar;

Englische Ausgabe: 244 S.; Inner Traditions

Deutsche Ausgabe: 248 S.; Via Nova

„Die Praxis des Yoga verlangt nur, dass wir handeln und gleichzeitig unserem Handeln gegenüber achtsam sind. Wir müssen keineswegs einem bestimmten Konzept über das Göttliche beipflichten, auch wenn wir sicher gut daran tun, solche Konzepte zu respektieren. Yoga hat seine Wurzeln im indischen Denken, aber sein Inhalt ist universell, weil er von den Mitteln handelt, die uns helfen können, einen gewünschten neuen Zustand zu erreichen. Wenn wir glücklicher werden wollen und die Mittel finden, dieses Glück zu erlangen, so ist das Yoga. Ich bin sicher, dies ist nichts einmalig Irdisches, sondern trifft eine universelle Frage.“ (aus der deutschen Übersetzung)

Ich besitze die englische Originalausgabe dieses Buches seit knapp einem Jahr und stolpere darin immer wieder wunderbare Erklärungen und Veranschaulichungen der yogischen Lehre, wie sie in keinem anderen Buch zu finden sind. Ich gehe davon aus, dass auch die deutsche Übersetzung besitzens- und lesenswert ist… :) [Nachtrag: es hat sich herausgestellt, dass die deutsche Ausgabe keine eins-zu-eins Übersetzung von „Heart of Yoga“ ist. Die Kapitel stimmen inhaltlich überein, sind aber z.T. anders gereiht. Zusätzlich haben die Übersetzer in einigen Passagen Fragen und Antworten eingebracht, die anscheinend bei einer Vorlesung des Autors aufkamen. Das verleiht dem Buch – wie ich finde – einen schönen Dialogcharakter. Was in der deutschen Ausgabe allerdings fehlt, ist der Abdruck des Yoga Sutras von Patanjali mit Kommentaren. Wer weiß, ob es eine Übersetzung von „Heart of Yoga“ gibt, bitte unten ein Kommentar hinterlassen.]

Das ist vielleicht das einzige Yogabuch, das ich auch einem Menschen in die Hand drücken würde, der mit Yoga nichts am Hut hat. Desikachar behandelt darin das Herz dieser Wissenschaft (so wie es der englische Titel viel treffender ausdrückt), die sich mit universellen Fragen auseinandersetzt. Die heute als Yoga bezeichneten Körperübungen (Asanas) sind nur einer von vielen Ansätzen.

Dem folgend legt der Autor den Schwerpunkt nicht nur auf Asanas, sondern beschreibt in klarer, anschaulicher Sprache worum es dem Yoga geht und wie sich dieser Weg auf allen Ebenen des täglichen Lebens beschreiten lässt.

Ein ganz besonderes Highlight ist für mich die sensationelle Übersetzung der Yoga-Sutren von Patanjali, deren zweitausend Jahre alte Weisheit vom Autor mit ungemein kraftvoller und anschaulicher Sprache ins Heutige übersetzt. Desikachars Übersetzungen und Kommentare sind die Besten, die ich bis heute finden konnte.

~*~

Wer gibt diesem Buch einen Ehrenplatz in seiner Bibliothek?

Jeder, den es nach anregenden, erleuchtenden, unterhaltsamen, tiefsinnigen Lesebüchern verlangt (selbst wenn ihm/ihr Yoga wurscht ist).

Jeder Yogi.

Punkt!

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