Flow Yoga

von Beate Cuson, Theseus Verlag

„Yoga ist ein Work-in; wir spüren nach innen und kultivieren Achtsamkeit. Wir „arbeiten“ nicht nur an unserem Körper, sondern auch mit unserem Atem, unserem Geist und unseren Energien.“

Flow Yoga (oder Vinyasa Yoga) ist eine ausgesprochen tänzerische, verspielte und ausdrucksstarke Version des klassischen Hatha-Yoga.

Vinyasa bedeutet soviel wie ‚in einer bestimmten Reihenfolge anordnen‘. Es geht darum, die einzelnen Haltungen in einem fließenden Tanz miteinander zu verbinden und damit die persönliche Befindlichkeit und Konstitution zu unterstützen.

Beate Cuson geht kurz, aber prägnant und mit ‚westlicher‘ Sprache auf einige wichtige Punkte der Yoga-Philosophie ein und erläutert, wie sie sich im Leben und in der Yoga-Praxis anwenden lassen. Auch die Kapitel über die innere Qualität des Übens (die sich auch auf andere Formen der Körperarbeit anwenden lassen) und den Atem gehören zu den präzisesten und nachvollziehbarsten Abhandlungen zu diesen Themen, die ich kenne.

Es folgen 18 Bewegungsabläufe (Flows), die jeweils mit ihren einzelnen Haltungen beschrieben werden. Beate Cuson hat sie in Gruppen eingeteilt (Aufwärmen, Lockern, Stärken, etc.) und gibt Vorschläge, wie sich eine ausgeglichene Übungsstunde aus verschiedenen Flows zusammenstellen lässt. Die Flows selbst sind ausgesprochen schöne Bewegungsabläufe (meine Lieblinge sind die Sequenzen im Stehen…), die auch genügend Spielraum für Erweiterung lassen, wenn man diese wünscht.

Dieses Buch liegt auf einer Wellenlänge mit:

Tänzern, Leichtfüßigen, Probierfreudigen, Expressionisten

Koordination und Erinnerungsvermögen sind beim Flow Yoga gefragt – aber gerade das ist der Spaß an der Sache! Ich halte das Buch für jene Anfänger geeignet, die die scheinbare Statik des klassischen Yoga etwas beängstigt. Der Fortgeschrittene findet hier vielleicht Anregungen, wie einzelne Haltungen miteinander zu verbinden sind, oder Flows, die sich gut unter die übliche Routine mischen lassen.

Anfängern und Fortgeschrittenen gleichermaßen möchte ich Cusons Worte zur inneren Qualität des Übens und zur verkörperten Philosophie nahelegen.

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